Aktion Guck ma´ 2013 – Die Preisträger

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Der HINgucker 2013

Der „HINgucker 2013“ wurde an die Jungschar der evangelischen Gemeinschaft Büschergrund verliehen, die bereits seit längerer Zeit ganz selbstverständlich Kinder mit einer geistigen Behinderung in ihrer kinder- und Jugendarbeit integriert haben. Sowohl in den wöchentlichen Treffen der Mädchen- und die Jungenjungschar als auch bei den jährlichen Zeltlagern sind die Kinder mit Beeinträchtigung immer dabei – und das ohne zusätzliche Assistenten. Michael Stöhr von der Jungschar Büschergrund ist die Teilhabe behinderter Kinder an ihren Angeboten ein wichtiges Anliegen.

Der Vorstand fand auf Anhieb, dass diese selbstverständliche Teilhabe der Kindern mit Behinderung in der normalen Kinder- und Jugendarbeit ein echter „HINgucker“ sei.

Der WEGgucker 2013

Der Vorstand des Vereines Invema entschied sich nach Durchsicht der Vorschläge, den „WEGgucker 2013“ der NRW-Landesregierung und der Schulministerin Sylvia Löhrmann für den Entwurf des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes, der letzte Woche im Landtag von der Regierung eingebracht wurde, zu verleihen. Vereinsvorsitzende Heike Hachenberg: „Der in der UN-Behindertenrechtskonvention geforderte individuelle Rechtsanspruch jedes Kindes auf inklusive Bildung fehlt nach wie vor in diesem Gesetzesentwurf und lässt sich allenfalls zwischen den Zeilen zusammen interpretieren.“
„Inklusion light“

Auch der im geplanten Gesetz vorgesehene Kostenvorbehalt für inklusive Bildung ist nach Ansicht des Vereines Invema im Hinblick auf die UN-Konvention nicht mehr gesetzeskonform und lässt den Kommunen und Schulämtern nach wie vor die Möglichkeit offen, aus personellen oder sächlichen (finanziellen) Gründen die Integration zu verhindern. „Das ist Inklusion light“, so Geschäftsführer Stephan Lück. und „lässt bei der Finanzlage der Kommunen erwarten, dass Eltern weiterhin vor Gericht gehen müssen, um ein von Deutschland anerkanntes Menschenrecht für ihr Kind zu erkämpfen.“ Aushändigen wollte der Verein den Preis an die Landtagsabgeordneten der Regierungsfraktionen. ,Leider“, so die Pressemitteilung des Vereins, hätten diese „aus terminlichen Gründen“ abgesagt. Jetzt will Invema die Auszeichnung selbst nach Düsseldorf bringen.