Schüler, die durch eine Behinderung im Sinne des §2 Abs. 1 Satz 1 SGB IX wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt sind und aufgrund ihrer Behinderung beim Schulbesuch unter Ausschöpfung aller schulischen Mittel auf eine unmittelbare, zusätzliche, individuelle Unterstützung und Begleitung angewiesen sind, können Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung in Form eines Schulassistenten erhalten.

In der Regel ist eine Schulassistenz dann erforderlich, wenn Schüler mit Behinderungen einen (Mehr-) Bedarf an individueller Unterstützung benötigen, den die (Lehr-) Kräfte der Schule nicht oder nicht regelmäßig abdecken können. Die konkrete Unterstützung richtet sich nach dem individuellen Bedarf der Schüler sowohl auf dem Schulweg, im Unterricht und in den Pausen sowie auf Schulveranstaltungen, Klassenfahrten u.ä.

Schulassistenten (das sind in der Regel Mitarbeiter ohne pädagogische Ausbildung oder Vorerfahrung) sollen dabei behinderungsbedingte Beeinträchtigungen der Kinder ausgleichen, pflegerische Aufgaben übernehmen und die Arbeit  des Lehrpersonals unterstützen, damit jeder Schüler – unabhängig seiner Behinderung – integrativ beschult werden kann.

Seit dem Schulgesetz in NRW aus dem Jahre 2007 müssen die Kosten für den Schulassistenten  übernommen werden, sobald das Schulamt die integrative Beschulung eines Kindes in einer Regelschule als Förderort bestimmt und  der Bedarf eines  Schulassistenten festgestellt wird.
Eltern bzw. Schüler werden dabei nicht zu Kosten herangezogen, da eine Hilfe in Form eines Schulassistenten unabhängig von Einkommen und Vermögen gewährt wird.
Wer die Kosten übernimmt, also wer Kostenträger ist, hängt davon ab, welche Beeinträchtigung vorhanden ist. Für Schüler mit geistiger oder körperlicher Behinderungen wird die Hilfe in der Regel über die Sozialhilfe,  für Schüler mit seelischer Behinderung über die Jugendhilfe finanziert. In Ausnahmefällen kann auch die Krankenkasse Kostenträger sein.

Die Schulassistenten des Vereines INVEMA e.V. sind:
•    Bundesfreiwillige/ Frauen und Männer im freiwilligen sozialen Jahr
•    Assistenzkräfte
•    Pädagogische Fachkräfte wie Erzieher/ Heilerziehungspfleger/Sozialpädagogen

Wir empfehlen eine rechtzeitige Planung. Eltern, die eine Unterstützung ihres Kindes durch INVEMA e.V. in der Schule wünschen, sollten sich frühzeitig mit uns in Verbindung setzen. Wir informieren Sie gerne über das Vorgehen zur Beantragung eines solchen Integrationshelfers, helfen Ihnen bei der Antragstellung und kümmern uns um die Einstellung der notwendigen Begleitperson.