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HINgucker & WEGgucker 2019

Aktion Guck ma' 2019

AKTION Guck ma´

Inklusion beginnt im Kopf

Invema e.V. verleiht 2019 zum neunten Mal den Inklusionspreis „HIN- & WEGgucker“

 

Aufzuzeigen, dass „Inklusion“ (die selbstverständliche Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen) noch lange nicht Realität geworden ist, es aber gleichzeitig gute Beispiele dafür gibt, wie Inklusion im „normalen Leben“ funktionieren kann – das will der Verein INVEMA e.V. aus Kreuztal mit seiner Aktion „Guck ma´“ und der Verleihung des jährlichen Inklusionspreises deutlich machen.

Bereits zum neunten Mal rief der Verein, der sich seit 1993 für die Inklusion behinderter Menschen in allen Lebensbereichen im Kreis Siegen-Wittgenstein einsetzt, die Öffentlichkeit dazu auf, Vorschläge für den „HIN- und WEG-gucker 2019“ zu machen.

 

Unter dem Motto „Guck ma´ – Inklusion beginnt im Kopf“ zeichnet der Verein Personen, Gruppen, Organisationen, Betriebe, Behörden oder Geschäfte dafür aus, sich entweder für die Inklusion (Teilhabe) von Menschen mit Behinderung besonders eingesetzt zu haben oder eben – im Gegenteil – Inklusion bewusst behindert, Menschen mit Behinderung ausgegrenzt und Teilhabe blockiert zu haben bzw. zu blockieren. Im ersten Fall wird die auserwählte Person bzw. die auserwählte Organisation, Behörde oder Firma mit dem „HINgucker“ ausgezeichnet, im zweiten Fall mit dem „WEGgucker“.

20 bis 30 Vorschläge gingen auch in diesem Jahr wieder sowohl für den „HIN-gucker“ als auch für den „WEG-gucker 2019“ von Seiten der Bevölkerung ein. Insbesondere Menschen mit Behinderung selbst und ihre Angehörigen nutzen die Aktion, ihrem Ärger Luft zu machen – aber auch um zu loben!

 

Der Vorstand des Vereines INVEMA entschied sich nach Durchsicht der Vorschläge dazu, den „WEG-gucker 2019“ – sicherlich ungewöhnlich aber dennoch berechtigterweise – der Bundesregierung Deutschland zu verleihen für ein Menschenrechts-verletzendes Lohn-System  im Rahmen einer Werkstatt für behinderte Menschen, welches Teilhabe und Teilnahme am normalen, öffentlichen Leben verhindert!

 

„Bundesweit gehen Menschen mit Behinderung, die in einer „Werkstatt für behinderte Menschen“ arbeiten, trotz einer Vollzeitstelle mit durchschnittlich 180,- € Lohn monatlich nach Hause und sind damit von Beginn an auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen! Der Mindest-Grundlohn im Monat beträgt 80,- €! Sie sind die einzige Personengruppe in Deutschland, für die der Mindestlohn nicht zählt!“, so der Geschäftsführer Stephan Lück in seiner Ansprache im Rahmen der Preisverleihung. „Aber damit nicht genug: Sie müssen sich durch den Verkauf ihrer Arbeitsleistung ihren eigenen Lohn erarbeiten – ohne Zuschüsse von außen – und müssen darüber hinaus aus ihrem Lohn auch noch den Lohn derer mitfinanzieren, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung keine Arbeitsleistung erbringen können, jedoch ebenso einen Anspruch auf den o.g. Grundlohn haben!“

Lück fragte die Anwesenden, wie sie sich wohl fühlen würden, wenn Sie Vollzeit arbeiten gingen aber trotzdem Sozialhilfeempfänger wären und fasste dieses aus seiner Sicht unwürdige System folgendermaßen zusammen: „Man gründet eine Firma, in der ausschließlich Menschen mit Behinderung beschäftigt werden, macht ihren „Taschengeld-Lohn“ ausschließlich  abhängig von ihrer eigenen Arbeitsleistung und verpflichtet sie dann noch, von ihrem „Taschengeld-Lohn“ den Lohn derer mitzufinanzieren, die aufgrund ihrer schweren Beeinträchtigung keine Arbeitsleistung erbringen können! Solch ein System – welches der Gesetzgeber seit Jahrzehnten nicht nur billigt sondern gesetzlich so verankert hat – hat mit Menschenwürde und Gleichberechtigung nichts zu tun! Inklusion und Teilhabe am „normalen“ Leben in der Gesellschaft sind so nicht möglich!“

 

Der Vorstand des Vereines INVEMA war der Meinung, dass der Gesetzgeber, der „nach außen hin“ Teilhabe und Inklusion fördern möchte, für dieses System den WEGgucker 2019 verdient hat und hofft, dass viele bundesweite Aktionen bald dazu führen würden, dass sich der Gesetzgeber an dieser Stelle besinnt und Änderungen beschließt!

 

Der „HIN-gucker 2019“ wurde an die Firma „SWF – Siegener Werkzeug- und Härtetechnik“ verliehen.

Der Geschäftsführer der Firma, Herr Dipl.-Ing. Benjamin Langer und der „Bereichsleiter Technik“, Herrn Nils Vöpel nahmen den Preis freudestrahlend und stolz entgegen.

Die Firma, die erst in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenjubiläum feiern konnte, habe sich laut Aussage der 1. Vorsitzenden des Vereines INVEMA, Frau Christiane Münker, besonders vorbildlich für die Teilhabe und Inklusion von Menschen von Menschen mit Behinderung auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt eingesetzt.

Münker: „Sie erhalten heute den „HIN-gucker 2019“ von uns, weil sie bereits 2 ehemalige Beschäftigte der „Werkstatt für Behinderte“ nach einer gewissen Zeit des Kennenlernens und der Einarbeitung in sozialversicherungspflichtige und tariflich entlohnte Beschäftigungsverhältnisse übernommen haben! Ein weiterer – ehemaliger Werkstatt-Mitarbeiter – befindet sich auf einem sogenannten Außenarbeitsplatz der Werkstatt in Ihrer Firma!“

 

Die Vorsitzende hob in ihrer Laudatio hervor, dass das Faszinierende für den Vorstand des Vereines gewesen sei, zu sehen, dass der Fokus der Firma SWF auf den Ressourcen und Fähigkeiten der Mitarbeiter liegt und nicht – wie das ja oft der Fall sei – die Beeinträchtigungen und Defizite im Vordergrund stünden!

Münker: „Wir finden, dass der Weg aus der Werkstatt auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt bei Ihnen vorbildlich beschritten wurde – im Sinne eines Vorbildes für andere Arbeitgeber! Sie zeigen, Menschen mit Beeinträchtigungen können in ganz normalen Betrieben integriert werden und Sie zeigen auch, dass Sie nicht nur die Menschen integrieren möchten sondern ihre Arbeitsleistung auch wert-schätzen, indem Sie sie sozialversicherungspflichtig einstellen und tariflich entlohnen!“

Auch Stephan Lück gratulierte und bedankte sich bei den Geschäftsführern für dieses vorbildliche Engagement und schlug vor: „Stellen Sie Ihre Trophäe am besten im Eingangsbereich Ihrer Firma auf, damit Ihre Kunden und vor allem andere Firmeninhaber darauf aufmerksam werden und Ihrem guten Beispiel nachfolgen!“

Die „Aktion GUCK MA´“ wurde übrigens auch in diesem Jahr wieder von der Aktion Mensch gefördert.

HINgucker & WEGgucker 2018

Invema e.V. verleiht 2018 zum achten Mal den Inklusionspreis „HIN- & WEGgucker“

Pressefoto II

Aufzuzeigen, dass „Inklusion“ (die selbstverständliche Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen) noch lange nicht Realität geworden ist, es aber gleichzeitig gute Beispiele dafür gibt, wie Inklusion im „normalen Leben“ funktionieren kann – das will der Verein INVEMA e.V. aus Kreuztal mit seiner Aktion „Guck ma´“ und der Verleihung des jährlichen Inklusionspreises deutlich machen.

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft rief der Verein, der sich seit 1993 für die Inklusion behinderter Menschen in allen Lebensbereichen im Kreis Siegen-Wittgenstein einsetzt, nun bereits zum achten Male die Öffentlichkeit dazu auf, Vorschläge für den „HIN- und WEG-gucker 2018“ zu machen.

Unter dem Motto „Guck ma´ – Inklusion beginnt im Kopf“ zeichnet der Verein Personen, Gruppen, Organisationen, Betriebe, Behörden oder Geschäfte dafür aus, sich entweder für die Inklusion (Teilhabe) von Menschen mit Behinderung besonders eingesetzt zu haben oder eben – im Gegenteil – Inklusion bewusst behindert, Menschen mit Behinderung ausgegrenzt und Teilhabe blockiert zu haben bzw. zu blockieren. Im ersten Fall wird die auserwählte Person bzw. die auserwählte Organisation, Behörde oder Firma mit dem „HINgucker“ ausgezeichnet, im zweiten Fall mit dem „WEGgucker“.

20 bis 30 Vorschläge gingen auch in diesem Jahr wieder sowohl für den „HIN-gucker“ als auch für den „WEG-gucker 2018“ von Seiten der Bevölkerung ein. Insbesondere Menschen mit Behinderung selbst und ihre Angehörigen nutzen die Aktion, ihrem Ärger Luft zu machen – aber auch um zu loben!

Der Vorstand des Vereines INVEMA entschied sich nach Durchsicht der Vorschläge dazu, den „WEG-gucker 2018“ – einmalig in der Geschichte dieser Aktion – bereits zum zweiten Mal (!) an alle Gaststätten und Restaurants im Kreis Siegen-Wittgenstein für die mangelnde Bereitschaft und fehlende Sensibilität zum Abbau von Barrieren, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderung verhindern zu verleihen!

Bereits 2016 wurde der WEGgucker an die Gaststätten und Restaurants im Kreis Siegen-Wittgenstein für die noch umfangreich vorhandenen Barrieren, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in den meisten Restaurants nach wie vor behindern, verliehen.

Um diese Barrieren teilweise zu beseitigen, bot INVEMA bereits 1995 den Restaurants zum ersten Mal an, ihre Speisekarten für blinde Menschen kostenlos in Brailleschrift zu übersetzen. 1995 gab es jedoch keine Resonanz von Seiten der Gasstätten wie aus einem im Rahmen der Verleihung vorgelesenen Zeitungsartikel deutlich wurde.

2004 bot INVEMA die Aktion erneut an. Auch in 2004 meldete sich aufgrund der damaligen Pressearbeit wiederum kein einziges Restaurant bei INVEMA von sich aus, um ihre Speisekarten zu übersetzen.  Aufgrund der bereits schlechten Erfahrungen in 1995 wurden dann über persönliche Ansprache wenigstens einige Restaurants erreicht.

Im vergangenen Jahr (2017) hat sich dann der Verein INVEMA gedacht, dieses Vorhaben ein drittes Mal anzugehen! Inklusion – so hatte man gedacht – sei ja mittlerweile in aller Munde, die UN-Behindertenrechtskonvention schon 10 Jahre alt und – wenn man den Aussagen mancher Kommunalpolitiker Glauben schenken möchte – der Kreis Siegen-Wittgenstein doch schon relativ gut aufgestellt im Sinne von Inklusion.

Doch weit gefehlt … ! Trotz umfangreicher Pressearbeit hat sich auch im letzten Jahr von sich aus kein einziges Restaurant beim Verein gemeldet, die ihre Speisekarte übersetzen lassen wollten! Und das, obwohl INVEMA erneut diese Leistung komplett kostenlos angeboten hatte!

Erneut wurde eine Liste von Restaurants noch einmal persönlich angeschrieben und die kostenlose Leistung angeboten. Und erneut absolut keine Reaktion!

Dann ging INVEMA noch einen Schritt weiter und machte sich die Mühe, verschiedene Restaurants persönlich aufzusuchen!

Aber selbst jetzt nahmen nicht alle Restaurantbesitzer das Angebot mit offenen Armen auf! Viele wollten keine Karte haben! – Die Aussagen waren vielfältig:

Vom einfachen „Da machen wir nicht mit bei der Aktion!“ über

„In unserem Restaurant haben wir gar keine Karte mehr“ bis hin zu

„So was brauchen wir nicht – hier kommen keine Blinden hin!“

Manche wollten INVEMA damit abspeisen, indem sie darauf hinwiesen, dass ihre Karte ständig erneuert würde und es von daher keinen Sinn machen würde, sie zu drucken. Aber auch nachdem man diesen Besitzern angeboten hatte, auch die Änderungen immer wieder neu auszudrucken und zuzuschicken, ließen sie sich nicht darauf ein!

Seit nunmehr 23 Jahren scheinen sich die Restaurants sehr wenig dem Thema „Inklusion und Barrierefreiheit“ anzunehmen und weigern sich zum Teil beharrlich, selbst kostenlose Verbesserungen umzusetzen!!

Der Vorstand des Vereines INVEMA war der Meinung, dass sich aus diesem Grund die Gaststätten erneut einen WEGgucker verdient haben und hoffen, dass sich die betreffenden Gaststätten endlich auf den Weg machen, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen!

Der „HIN-gucker 2018“ wurde an die „Kabarettistin, Theatertherapeutin und Schauspielerin Christa Weigand“ verliehen.

Christa Weigand, die als Theaterpädagogin bereits seit 2008 Theaterworkshops anbietet, startete in 2016 mit dem Theaterprojekt „Traumfänger“ ein Theaterprojekt für jedermann … eben auch für Menschen mit und ohne Behinderung.

In diesem Jahr ging das erfolgreiche Projekt bereits in die 2. Runde: der Titel des ersten Stückes lautete  „So wie ich bin“, das Stück in diesem Jahr beschäftigte sich mit „Freundschaft, Liebe und das ganze Zeux“. Das Faszinierende für den Vorstand und sicher auch alle Besucher/innen der Theaterstücke war bei beiden Stücken eigentlich, dass Christa Weigand gelungen ist, „ganz normales Theater zu machen“ und alle Schauspieler – ob mit oder ohne Beeinträchtigung – so einzusetzen, dass ihre Fähigkeiten und Neigungen zum Vorschein kommen, im Vordergrund stehen und die Leute damit begeistern. Da stand der Mensch mit allem was ihn ausmacht im Vordergrund und nicht – wie das ja oft so ist – seine Beeinträchtigung oder sein scheinbares Defizit.

Thomas Pielhau vom Verein INVEMA betonte bei der Verleihung, dass dieses Theaterprojekt ein gelungenes Beispiel dafür ist, dass Inklusion von jedermann gelebt werden kann! Jeder kann etwas tun, jeder hat andere Stärken und Talente und jeder kann dort aktiv werden, wo er lebt und arbeitet. Christa Weigand hat das mit ihrem Theaterprojekt „Traumfänger“ vorbildlich umgesetzt!

Die 1. Vorsitzende des Vereines INVEMA, Christiane Münker bedankte sich für dieses Engagement und wünschte Frau Weigand, dass sie diese Trophäe dazu ermutigen werde, sich weiterhin für die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderung insbesondere durch die Beseitigung der „Barrieren im Kopf“ einzusetzen!

Sie überreichte Frau Weigand, die in Begleitung einiger Schauspieler auf die Bühne kam die von der Künstlerin Kött-Gärtner speziell für diesen Preis angefertigte Trophäe mit den Worten: „Sie sind für uns alle ein gutes Vorbild dafür, dass Inklusion nicht von oben verordnet werden kann, sondern von jedermann gelebt werden muss! Jeder kann etwas tun, jeder hat andere Stärken und Talente und jeder kann dort aktiv werden, wo er lebt und arbeitet. Sie setzen das in Ihrem Theaterprojekt vorbildlich um!“

Die „Aktion GUCK MA´“ wird von der Aktion Mensch gefördert, die anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen Aktionen zum Thema „Barrierefreiheit und Miteinander in unserer Stadt“ unterstützt.

 

Einladung zur Preisverleihung der Aktion Guck ma´2018

Invema verleiht den HINgucker & WEGgucker 2018! Herzliche Einladung zur Preisverleihung: Donnerstag, 3. Mai 2018 um 19.00 Uhr im Kulturhaus LYZ in Siegen. Im Anschluss an die Preisverleihung wird der Film "Mein Blind Date mit dem Leben" gezeigt.

Herzliche Einladung zur Preisverleihung der Aktion Guck ma´ 2018

am Donnerstag, den 3. Mai im Kulturhaus LΫZ in Siegen

Invema verleiht den HINgucker & WEGgucker 2018! Herzliche Einladung zur Preisverleihung: Donnerstag, 3. Mai 2018 um 19.00 Uhr im Kulturhaus LYZ in Siegen. Im Anschluss an die Preisverleihung wird der Film "Mein Blind Date mit dem Leben" gezeigt.

Wir laden hiermit herzlich zur Preisverleihung der diesjährigen Aktion Guck ma´

am Donnerstag, den 3. Mai um 19.00 Uhr ins Kulturhaus LΫZ in Siegen ein. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Im Rahmen der  Preisverleihung wird in Kooperation mit dem Filmclub Kurbelkiste

der Film „Mein Blind Date mit dem Leben“ gezeigt.

 

Blind Date

Film-Info:
FSK ab 0 freigegeben | ca. 111 Minuten


Mein Blind Date mit dem Leben

Für den jungen Saliya (Kostja Ullmann) scheint eigentlich alles wie am Schnürchen zu laufen, denn schließlich hat er gerade alle Prüfungen bestanden und das Abitur eingetütet. Dabei verschweigt er konsequent, dass er fast blind ist, was aber offenbar kein Problem für ihn ist, solange er sich mit dem Handicap erfolgreich durchs Leben mogelt. Tatsächlich ergattert er sogar einen Job in einem Luxus-Hotel in München und keiner seiner Kollegen ahnt auch nur das Geringste. Nur sein Kumpel Max (Jacob Matschenz) erkennt eines Tages, das etwas mit Saliya nicht stimmt und greift ihm deshalb unter die Arme. Während alle anderen ihren Feierabend genießen, üben die beiden Freunde zum Beispiel die einfachsten Handschläge, bis er sie sprichwörtlich „blind“ beherrscht. Doch als er dann Laura (Anna Maria Mühe) kennenlernt und sich in sie verliebt, kommt Saliya in unvorhersehbare Situationen, die er nicht mehr so routiniert kontrollieren kann. Sein Leben droht, komplett aus den Fugen zu geraten…

Der Film basiert auf der Autobiografie von Saliya Kahawatte.

HINgucker & WEGgucker 2017

 

Am 09. Mai wurden im Kulturhaus LYZ in Siegen der HINgucker & WEGgucker verliehen. Der Vorstand des Vereines INVEMA entschied sich nach Durchsicht der Vorschläge dazu, den „WEGgucker 2017“ den „auf Gehwegen und Parkplätzen für behinderte Menschen parkenden Verkehrsteilnehmern“ zu verleihen, die durch ihr „Falschparken“ die selbständige Fortbewegung und letztlich auch Teilhabe von Menschen mit Behinderung be-hindern. Insbesondere hier trifft der von Menschen mit Behinderung geäußerte Satz „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ ins Schwarze!

Das Thema ist nicht neu: Als Autofahrer will man „nur mal eben kurz“ in das Geschäft springen, kurz die Post einwerfen oder schnell den Kindern ein Eis holen. Was liegt also näher, als „nur mal eben kurz“ auf dem Gehweg zu parken oder – nach erfolgloser Parkplatzsuche – sich dann doch „mal eben kurz“ auf den „Behindertenparkplatz“ zu stellen. Schließlich will man ja nichts Böses und man will auch niemanden behindern und schließlich ist es ja auch „nur mal eben kurz“. Wer kennt diese Situation nicht?

Doch die Probleme, auf die dann „in genau diesem kurzen Moment“ Menschen mit Gehbehinderung, Menschen im Rollstuhl oder blinde Menschen stoßen, machte ein Vorstandsmitglied des Vereines INVEMA, welches selbst im Rollstuhl sitzt, im Rahmen der Verleihung sehr authentisch und einfühlsam deutlich.

Da der Preis schlecht an einen Falschparker verliehen werden konnte, wurde der Preis stellvertretend an alle Autofahrer verliehen, die gedankenlos auf Gehwegen oder Rollstuhl-Parkplätzen parken. Im Zusammenhang mit der Verleihung wurden dann unter den Zuschauern der Preisverleihung Flyer verteilt und dazu aufgefordert, die Flyer an Windschutzscheiben falsch-parkender Autos zu heften. So erhalten diese Autofahrer „im Nachgang“ die „WEGgucker-Trophäe“ und werden über den Flyer dazu aufgefordert, über die Konsequenzen ihres „Falschparkens“ nachzudenken.

Der „HINgucker 2017“ wurde an die „Schwimmschule Margit Müller“ in Siegen verliehen. Die Schwimmschule Siegen ist keine besondere Schwimmschule – und das ist genau das Besondere! Vom Baby- bis zum Erwachsenenschwimmkurs oder auch bei der Wassergymnastik sind alle eingeladen und alle machen ganz selbstverständlich mit! Unabhängig von Herkunft oder Religion, ob jung oder alt, ob mit oder ohne Behinderung!

Für die Schwimmlehrerin Margit Müller ist klar: alle gehören dazu! So wurden von ihr seit vielen Jahren auch Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen „ganz selbstverständlich“ in den „normalen Schwimmkursen“ integriert. Besonders bewundernswert fand der Vorstand des Vereines INVEMA auch die Zivilcourage von Frau Müller, die einer Mutter, die den inklusiven Ansatz ihrer Schwimmkurse und die Teilnahme eines autistischen Kindes hinterfragte, „deutlich die Meinung gesagt“ und ihren inklusiven Ansatz verteidigt hatte.

Die „Aktion GUCK MA´“ wird von der Aktion Mensch gefördert, die anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen Aktionen zum Thema „Barrierefreiheit und Miteinander in unserer Stadt“ unterstützt.

Einladung zur Preisverleihung der Aktion Guck ma´2017

 

Wir laden hiermit herzlich zur Preisverleihung der diesjährigen Aktion Guck ma´
am Dienstag, den 9. Mai, um 19.00 Uhr ins Kulturhaus LΫZ in Siegen ein. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Im Rahmen der  Preisverleihung wird in Kooperation mit dem Filmclub Kurbelkiste
der Film „Verstehen Sie die Béliers?“ vorgeführt.

Auch in diesem Jahr steht uns wieder eine Anzahl an Freikarten zur Verfügung.
Bitte nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf und wir reservieren die entsprechende Anzahl an Karten für Sie.

Reservierung von Karten nimmt Frau Hesse gerne entgegen:
per Telefon 02732 55290-0 | per E-Mail c.hesse@invema-ev.de


Film-Info:

Verstehen Sie die Béliers?

FSK ab 0 freigegeben | Spieldauer: ca. 106 Minuten

Die 16-jährige Paula Bélier (Louane Emera) lebt gemeinsam mit ihrer Familie auf einem Bauernhof. Das Besondere an der Familie Bélier ist, dass alle bis auf Paula – Mutter Gigi (Karin Viard), Vater Rodolphe (François Damiens) und Bruder Quentin (Luca Gelberg) –
gehörlos sind. Daher fallen dem Mädchen auch alle organisatorischen Aufgaben zu wie
etwa der Kontakt mit der Bank oder der Verkauf der Farmerzeugnisse auf dem Markt.
So lebt sie ihr Leben als Vermittlerin zwischen ihren Liebsten und der Welt der Hörende. Doch eines Tages möchte Paula einem Jungen, in den sie sich verliebt hat, näherkommen und beschließt daher, dem Schulchor beizutreten. Unverhofft offenbart sie eine beeindru-ckende Gesangsstimme, die ihr Musiklehrer natürlich nicht ungefördert lassen will.
Er schlägt Paula vor, zur weiteren musikalischen Ausbildung nach Paris zu gehen. Das
würde allerdings die Trennung von ihrer Familie bedeuten, die doch auf sie angewiesen ist…

Wir verleihen den HINgucker & WEGgucker

Aktion Guck ma

Wie in den vergangenen Jahren nehmen wir den 05. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen der Gesellschaft auch im Jahr 2017 zum Anlass, den „HINgucker“ und „WEGgucker“ zu verleihen.

Nutzen Sie schon jetzt die Möglichkeit einen Vorschlag abzugeben, wem der „HINgucker bzw. WEGgucker“ im Jahr 2017 verliehen werden soll.

Bildungsservice der Aktion Mensch

Logo Aktion Mensch

Mit dem Bildungsservice bietet die Aktion Mensch pädagogischen Fachkräften sowie Eltern und anderen Interessierten Materialien und Informationen zu unterschiedlichen Themen an. Didaktisch aufbereitete Arbeitsmittel für den zielgerichteten Einsatz im Unterricht sowie Handreichungen für Schülerinnen und Schüler runden das Angebot ab.

Das Angebot umfasst (Unterrichts-) Materialien und Informationen zu Folgenden Themen:

  • Inklusion
  • Begegnung
  • Selbstbestimmtes Leben, Vielfalt, Menschenrechte
  • Sport

Das gesamte Angebot ist über die Internetseite der Aktion Mensch bestellbar oder steht zum Download bereit.

Gemeinsames Lernen von Kindern  mit und ohne Behinderung

Haus: Invema Büro

Montag, 28. September 2015 um 19.00 Uhr
im Beratungs-, Kommunikations- und Förderzentrum
des Vereines Invema e.V. – Roonstraße 21 in Kreuztal

Wir möchten:

  • erläutern, wie „Gemeinsames Lernen“ in der Grundschule oder weiterführenden Schule beantragt bzw. „in die Wege geleitet“ werden kann und wie „Gemeinsames Lernen“ in der Praxis aussieht
  • über die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme der Eltern und Lehrer/innen reden
  • Erfahrungen und Vorstellungen austauschen

Alle Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung, alle Erzieher/innen der Kindergärten und alle Lehrer und Lehrerinnen der Grund- und weiterführenden Schulen, für die das Thema aktuell ist oder werden kann, sind herzlich zu diesem Infoabend mit erfahrenen Lehrerinnen und zum Erfahrungsaustausch eingeladen!

Ende der Veranstaltung wird gegen 21.00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Termine des Projekts „Trägerberatung zur Umsetzung von Inklusion im Freizeitbereich“:

Dienstag, 15. September 2015 | 18 Uhr
Gemeinsames Netzwerktreffen der Regionen „Stadt Siegen“, „Kreuztal“, „Hilchenbach“ und „Wittgenstein“

Samstag, 26. September 2015 | 10.00 bis 14.00 Uhr
Fortbildung »Teilhabe ermöglichen«
Tipps zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit herausforderndem Verhalten (Schwerpunkt ADHS)

Donnerstag, 05. November 2015 | 18 Uhr
Gemeinsames großes Netzwerktreffen aller Regionen mit Rückblick und verschiedenen Workshop Angeboten.

Weitere Info finden Sie hier